- Entfernung von Xiaomi Mi Scooter 1S, Mi Scooter 2PRO, da nicht mehr neu zu kaufen.
Unser E-Scooter Test: So gehen wir vor
Scootervergleich ist 2021 entstanden, weil uns E-Scooter als Stadtkinder schon früh als Transportmittel der Zukunft begeistert haben. Seitdem haben wir 45 Modelle durch unser Testverfahren geschickt – vom Einsteiger-Scooter bis zum Long-Range-Modell mit über 100 km Reichweite.
Getestet wird bei uns im Braunschweiger Umland. Je nach Modell sind wir auch im Harz unterwegs – weil ein E-Scooter eben nicht nur auf flachen Stadtstraßen funktionieren muss. Unsere Tester bringen ein Fahrergewicht zwischen 87 und 100 kg auf die Waage. Wir erheben keinen Anspruch auf Laborbedingungen – aber genau das macht unsere Ergebnisse so praxisnah.
Reichweite & Bremsen
Die Reichweite messen wir, wo möglich, im normalen Fahrmodus – mindestens jedoch in einem Modus, der die gesetzlich erlaubten 20 km/h erreicht. Die Bremswege ermitteln wir aus genau 20 km/h per GPS. Beide Werte findest du in jedem unserer Testberichte direkt neben den Herstellerangaben – weil die Realität selten mit dem Datenblatt übereinstimmt.

Unsere Bewertungslogik
Was uns von anderen unterscheidet: Wir bewerten jeden E-Scooter nicht nach einem starren Schema, sondern nach seinem Nutzungsprofil. Denn ein Long-Range-Scooter für Pendler wird an anderen Kriterien gemessen als ein City-Scooter für die letzte Meile.
Für unsere Bewertungen unterscheiden wir in die folgenden drei Klassen:
Wie zu erwarten, sind die Anforderungen an die einzelnen Modelle unterschiedlich. Einen 2.000 € Scooter wirst du nicht nur für kurze Strecken verwenden. Muss das Modell schlecht sein? Nein!
Aus diesem Grund haben wir für die einzelnen Profile unterschiedliche Gewichtungen festgelegt. So kann ein leichter Carbon-E-Scooter auch mit einem teuren E-Scooter mit 20 Ah Akku-Paket konkurrieren. Durch die Vergleichsfunktion in unserem E-Scooter-Vergleich kannst du die einzelnen Modelle detailliert vergleichen.
Im Folgenden siehst du, wie sich die Bewertungen durch die Gewichtung der einzelnen Bewertungskategorien ergeben:
| Kategorie | Long Range | Urban Mobility | Last Mile |
|---|---|---|---|
| Verarbeitung | 10 % | 10 % | 5 % |
| Leistung | 25 % | 15 % | 10 % |
| Alltagstauglichkeit | 15 % | 30 % | 35 % |
| Fahrverhalten | 25 % | 20 % | 23 % |
| Sicherheit | 20 % | 20 % | 25 % |
| Konnektivität | 5 % | 5 % | 3 % |
In unserem Beitrag zu unserem E-Scooter-Testverfahren kannst du detailliert nachlesen, welche Kriterien einen Einfluss auf die Bewertung haben und welche Gewichtung diese zur Ermittlung der Gesamtbewertung haben.
Welcher E-Scooter passt zu dir?
Bevor du dich durch alle Modelle klickst: Überleg dir kurz, wofür du deinen E-Scooter hauptsächlich nutzen willst. Denn je nach Einsatzzweck zählen komplett andere Eigenschaften. Aus unseren über 45 Tests haben sich fünf typische Nutzungsprofile herauskristallisiert – und für jedes haben wir eine eigene Empfehlung.
🚉 Letzte Meile – vom Bahnhof ins Büro
Du kombinierst den E-Scooter mit Bus oder Bahn? Dann ist Gewicht der entscheidende Faktor. Alles über 15 kg wird auf Dauer zur Qual – besonders auf Treppen oder in vollen Zügen. Reichweite ist hier zweitrangig, 20–30 km reichen locker.
Worauf du achten solltest:
🏙️ Stadtpendler – täglich zuverlässig von A nach B
Du fährst jeden Tag 5–15 km zur Arbeit und brauchst einen Scooter, auf den du dich bei Wind und Wetter verlassen kannst? Dann zählen Reichweite, Fahrkomfort und Bremsen mehr als das letzte Gramm auf der Waage. Federgabel oder Luftreifen machen auf schlechtem Asphalt einen riesigen Unterschied – das merken wir in jedem Test.
Worauf du achten solltest:
🔋 Langstrecke & Touren – Reichweite ohne Kompromisse
Du willst am Wochenende längere Touren fahren oder hast einfach keine Lust, alle zwei Tage zu laden? Dann landest du automatisch bei den schwereren Modellen mit großem Akku. Sind wir ehrlich: Unter 20 kg wird hier nichts – aber wer seinen Scooter hauptsächlich fährt und nicht trägt, der bekommt dafür echte 40–60 km Reichweite.
Worauf du achten solltest:
🛞 Offroad & Gelände – abseits befestigter Wege
Du willst auf Feldwegen, Schotterpisten oder Privatgelände richtig Gas geben? Dann brauchst du einen Scooter mit brachialem Antrieb, groben Reifen und robuster Federung. Diese Modelle haben in der Regel keine ABE und dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden – dafür sind sie auf losem Untergrund in ihrem Element.
Worauf du achten solltest:
🪑 E-Scooter mit Sitz – komfortabel und schnell
Nicht jeder will 10 km im Stehen fahren – und muss er auch nicht. E-Scooter mit Sitz sprechen eine komplett andere Zielgruppe an: längere Strecken im Sitzen, mehr Komfort, und teilweise Geschwindigkeiten bis 45 km/h. Kurz gesagt: Das sind keine Elektrokleinstfahrzeuge mehr, sondern eine eigene Fahrzeugklasse mit anderen Regeln.
Das musst du wissen
Ein E-Scooter mit Sitz gilt aber einer Geschwindigkeit von über 20 km/h nicht mehr als Elektrokleinstfahrzeug. Daher solltest du in diesem Fall folgende Punkte berücksichtigen:
- Führerscheinpflicht: Mofa-Prüfbescheinigung (bis 25 km/h) oder Klasse AM (bis 45 km/h)
- Helmpflicht: Ohne Helm keine Fahrt
- Blinker und Rückspiegel sind vorgeschrieben
- Versicherungskennzeichen und Haftpflichtversicherung sind Pflicht
Worauf du achten solltest:
✅ Deine Schnell-Checkliste vor dem Kauf
| Kriterium | Frage an dich |
|---|---|
| Einsatzzweck | Stehend oder sitzend? Straße oder Gelände? → Bestimmt die gesamte Modellauswahl. |
| Zulassung | Fährst du im Straßenverkehr? → ABE-Modell nötig. Mit Sitz: Führerschein + Helm prüfen. |
| Strecke pro Tag | Wie viele km fährst du täglich? → Unsere Testreichweite als Maßstab nehmen, nicht die Herstellerangabe. |
| Gewicht & Transport | Trägst du den Scooter regelmäßig? → Ab 16 kg wird's anstrengend. Sitz-Modelle ab ca. 35 kg. |
| Untergrund | Nur glatter Asphalt oder auch Kopfsteinpflaster/Feldwege? → Federung + große Reifen. |
| Budget | Unter 500 € gibt es solide Einstiegsmodelle, ab 800 € deutlich mehr Komfort, Sitz-Modelle ab ca. 800 €. |
| Versicherung | Pflicht ab Tag 1 – egal ob mit oder ohne Sitz. Ab ca. 30 €/Jahr. → Versicherungsvergleich |
Kurz gesagt: Den perfekten E-Scooter für alle gibt es nicht. Aber wenn du weißt, was du brauchst, findest du in unserem E-Scooter-Vergleich in zwei Minuten das passende Modell – oder du schaust dir direkt unsere Bestenliste 2026 an.
E-Scooter Test der Stiftung Warentest – und wie wir uns unterscheiden
Im Juli 2025 hat die Stiftung Warentest erstmals E-Scooter getestet – sieben Modelle, darunter den Segway Ninebot Max G2 D, Xiaomi 4 Pro (2nd Gen) und Streetbooster Vega. Die Noten reichten von Gut bis Mangelhaft – bei einem Modell brach im Belastungstest sogar der Lenker. Die Ergebnisse sind kostenpflichtig (4,90 €) auf test.de abrufbar.
Was die Stiftung Warentest gut macht
- Haltbarkeitsprüfung im Labor: 250.000 Impulse auf einem Prüfstand mit Holperleisten – das können wir mit unserer Teststrecke nicht abbilden.
- Mehr Tester: Acht geschulte Probanden (sieben Männer, eine Frau) bewerten das Fahrverhalten. Bei uns sind es aktuell zwei Männer und eine Frau.
- Schadstoffprüfung: Griffe werden auf PAK und Weichmacher untersucht – das geht nur im Labor.
- Elektrische Sicherheit: Kurzschlussverhalten, Falltest mit Ladegerät, Spritzwasserprüfung nach IPX4.
Wo wir uns klar unterscheiden
- Umfang: Die Stiftung Warentest hat 7 Modelle getestet – wir über 45. Unser Vergleich bildet den Markt deutlich breiter ab.
- Aktualität: Die getesteten Modelle wurden im Januar 2025 eingekauft. Bereits wenige Monate nach Veröffentlichung kritisierten Leser auf test.de, dass die Auswahl veraltet sei. Wir aktualisieren unseren Vergleich laufend.
- Echte Alltagstests: Wir fahren jedes Modell über Wochen auf unserer standardisierten Teststrecke in Braunschweig und im Harz – bei echtem Wetter, echtem Verkehr und mit echten Pendlerstrecken. Keine Laborumgebung.
- Von E-Scooter-Fahrern für E-Scooter-Fahrer: Unsere Redaktion fährt selbst E-Scooter im Alltag. Das spiegelt sich in unseren Bewertungskategorien wider – wir gewichten das, was im täglichen Einsatz wirklich zählt.
- Eigene Messwerte statt Herstellerangaben: Reichweite, Bremswege, Steigfähigkeit – alles selbst gemessen, alles transparent.
Unterschiedliche Testkriterien
| Stiftung Warentest | Scootervergleich.net | |
|---|---|---|
| Getestete Modelle | 7 | 45+ |
| Testumgebung | Testparcours + Labor | Standardisierte Teststrecke |
| Tester | 8 Probanden | 3 Redakteure |
| Haltbarkeit | ✅ Belastungstest, Schadstoffprüfung | ❌ Kein eigenes Labor |
| Reichweite | Keine eigene Messung veröffentlicht | ✅ Eigene Messung auf fester Teststrecke |
| Bremswege | Prüfstand (12,5 km/h, 60–100 N) | ✅ GPS-Messung aus 20 km/h, reale Bedingungen |
| Aktualisierung | Einmalig (Stand: Juli 2025) | Laufend aktualisiert |
| Gewichtung Fahren | 45 % | Aufgeteilt in Motor, Fahrverhalten, Bremsen |
| Gewichtung Handhabung | 30 % | Teil der Kategorie Alltagstauglichkeit |
| Gewichtung Sicherheit | 20 % | Bremsen als eigene Kategorie |
| Gesundheit & Umwelt | 5 % | ❌ Keine Schadstoffprüfung |
Der Test der Stiftung Warentest ist eine solide Momentaufnahme mit starkem Laborfokus – aber eben nur sieben Modelle, einmalig geprüft. Wer den E-Scooter-Markt in der Breite vergleichen und aktuelle Modelle finden will, ist bei uns besser aufgehoben. Wer sich zusätzlich für Haltbarkeit und Schadstoffbelastung interessiert, findet bei der Stiftung Warentest eine gute Ergänzung.
E-Scooter nach deinen Anforderungen vergleichen
Du weißt schon, was du suchst? Dann spring direkt in den passenden Vergleich. Wir haben unsere getesteten Modelle in eigene Kategorien aufgeteilt – so findest du schneller, was zu dir passt.
Nach Einsatzzweck
- 🚉 E-Scooter für Pendler – Reichweite, Komfort und Zuverlässigkeit für den täglichen Arbeitsweg.
- 🪶 Leichte E-Scooter unter 15 kg – Perfekt, wenn du den Scooter täglich in Bus und Bahn mitnimmst.
- ✅ E-Scooter mit Straßenzulassung – Alle Modelle mit ABE, die du legal im Straßenverkehr fahren darfst.
- 🛞 Offroad E-Scooter – Für Feldwege, Schotter und Privatgelände – ohne ABE, aber mit ordentlich Power.
- 🪑 E-Scooter mit Sitz – Komfortabel sitzend fahren, teilweise bis 45 km/h – eigene Fahrzeugklasse mit Führerscheinpflicht.
- ⏭️ E-Scooter mit hoher Reichweite – Ranking der Modelle, die in unserem E-Scooter Test mit besonders hoher Reichweite überzeugen konnten.
Nach Budget
- 💸 E-Scooter bis 500 € – Solide Einstiegsmodelle, die im Test überzeugt haben.
- 🎯 E-Scooter bis 1.000 € – Starke Allrounder mit deutlich mehr Komfort und Reichweite.
- 🎟️ E-Scooter mit Rabattcode – Auf unserer Rabattseite findest du aktuelle Aktionen und Gutscheine.
Nach Ausstattung
- 🔋 E-Scooter mit Wechselakku – Akku rausnehmen, in der Wohnung laden, losfahren. Besonders praktisch für Pendler ohne Garage.
- ☺️ E-Scooter mit Federung – Komfortabel über Stock und Stein fahren oder Sprünge mit dem E-Scooter meistern. Modelle mit Federung bieten das Extra an Komfort.
Unsere Empfehlung
- ⭐ E-Scooter Bestenliste 2026 – Unsere Top-Modelle aus über 45 Tests, mit Testsieger, Preis-Leistung und Kategorie-Empfehlungen.
Häufige Fragen zum E-Scooter-Vergleich
Seit 2020 haben wir über 45 E-Scooter in unserer Redaktion getestet. Davon sind aktuell 25 Modelle im Vergleich – die übrigen sind wegen fehlender Relevanz oder Nachfolgemodellen ausgeschieden. Jedes Modell durchläuft unser vollständiges Testverfahren mit eigenen Messungen auf unserer standardisierten Teststrecke.
Wir fahren jedes Modell auf unserer festen Teststrecke (32 km) in Braunschweig – mindestens im Modus mit 20 km/h, mit einem definierten Fahrergewicht. Die Ergebnisse weichen in der Regel deutlich von den Herstellerangaben ab. Deshalb zeigen wir bei jedem Modell immer unsere Testreichweite neben der Herstellerangabe.
Wir messen alle Bremswege aus 20 km/h auf trockener Fahrbahn, per GPS-gestützter Messung. Dabei testen wir jede Bremse einzeln und in Kombination. Die Ergebnisse fließen direkt in die Bewertung der Kategorie Bremsen ein.
ABE steht für Allgemeine Betriebserlaubnis. Nur E-Scooter mit ABE dürfen legal auf öffentlichen Straßen und Radwegen gefahren werden. In unserem Vergleich listen wir sowohl Modelle mit als auch ohne ABE – bei jedem Modell ist der Status klar gekennzeichnet.
Ja, jeder E-Scooter mit Straßenzulassung (ABE) benötigt eine Haftpflichtversicherung. Diese ist ab ca. 20 € pro Jahr erhältlich. In unserem Versicherungsvergleich findest du die besten Angebote.
Die Nennleistung ist die Dauerleistung des Motors – für die Straßenzulassung sind maximal 500 W erlaubt. Die Spitzenleistung (Peak) kann deutlich höher liegen und zeigt, wie viel Kraft der Motor kurzfristig abrufen kann, zum Beispiel an Steigungen. Beide Werte findest du in unserem Vergleichstool.











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